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Die Bananenkampagne für Bananen aus fairem Handel
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Die Bananen-Kampagne

Als Reaktion auf das Inkrafttreten der Europäischen Bananenmarktordnung wurde 1993 von einem breiten Bündnis entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (NRO) die Bananen-Kampagne beschlossen. Ihr vorrangiges Ziel stellt die Unterstützung einer umwelt- und sozialverträglicheren Bananenproduktion sowie die Förderung des fairen Handels dar. Um dies zu erreichen hat die Bananen-Kampagne sich seit ihrer Gründung u.a. kontinuierlich in die Diskussion um eine entwicklungspolitisch sinnvolle Reform der Marktordnung eingeschaltet. Dazu hat sie gemeinsam mit dem europäischen NRO-Netzwerk EUROBAN konkrete Vorschläge erarbeitet, die ihren Niederschlag in Resolutionen verschiedener nationaler Parlamente und dem EU-Parlament gefunden haben. In der Auseinandersetzung mit der Zertifizierungsorganisation TransFair und dem Fruchthandel konnte die Einführung fair gesiegelter Bananen in deutschen Supermärkten erreicht werden.

Zeit ihres Bestehens hat die Bananen-Kampagne den direkt Betroffenen ein Forum geboten, um ihre Anliegen gegenüber VerbraucherInnen, PolitikerInnen und dem Fruchthandel publik zu machen. Dazu hat sie mehrere nationale und internationale Seminare organisiert und eine Vielzahl von Texten zur nachhaltigen Umgestaltung der Bananenwirtschaft publiziert.

Derzeit betreut die Bananen-Kampagne folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • gezieltes Lobbying gegenüber politischen Mandatsträgern und dem Fruchthandel; Durchsetzung von entwicklungspolitisch sinnvollen Marktregelungen und unabhängig kontrollierten sozialen und ökologischen Verhaltensregeln (sog. Kodizes);
  • Kooperation mit und Unterstützung von Gewerkschaften, Kleinbauernvereinigungen und Umweltgruppen in den Anbauländern;
  • Förderung des fairen Handels;
  • entwicklungspolitische Informationsarbeit zu Produktion, Handel und Vermarktung von Bananen;
  • verbraucherorientierte Kampagnen zur Geschäftspolitik von multinationalen Konzernen, Einsatz von Pestiziden etc..

Um die weitere Arbeit gewährleisten zu können, wird die Kampagne durch Spenden, Eigenmittel der Trägerorganisationen und Zuschüsse - u.a. von Brot für die Welt und der EU - finanziert. Ihre Koordinationsstelle ist beim Verein BanaFair in Gelnhausen angesiedelt.


Die Kampagne wird u.a. getragen von:

BanaFair . Brot für die Welt . BUKO Agrar Koordination . FIAN . GERMANWATCH . KED-Bayern . Pro Regenwald . SÜDWIND . Weltladen-Dachverband

Weitere Träger sind die NRO-Netzwerke Foro Emaús (Costa Rica) und die Windward Islands Farmers’ Association (Karibik). Die Kampagne ist Mitglied des europaweiten NRO-Netzwerkes EUROBAN (European Banana Action Network).

Übersicht


Erstellt: 1. 10. 1999 | Letzte Änderung: 3. 6. 2000 | © BANAFAIR | Kontakt: Webmaster