Aktuelles

No Más! Stoppt den Wettlauf nach unten!
Aktionen für die Durchsetzung von Gewerkschaftsfreiheit auf Bananenplantagen
Die Lebens- und Arbeitsbedingungen auf lateinamerikanischen Bananenplantagen haben sich trotz positiv klingender Selbstverpflichtungen der Unternehmensseite weiter verschlechtert: Lohndumping, gewaltsam beendete Streiks und die Entlassung von GewerkschafterInnen sind vielerorts an der Tagesordnung. Die Bananen-Kampagne unterstützt die aktuelle Hauptforderung von Partnerorganisationen nach Gewerkschaftsfreiheit im Bananensektor und startet unter dem Motto ?No más - Stoppt den Wettlauf nach unten!? verschiedene solidarische Aktionen.
Bereits im April 2003 mahnte der costaricanische Gewerkschafter Jorge Barboza auf dem "Forum Banane IX" in Stuttgart, dass die freiwillige Einhaltung der Arbeitsrechte durch Unternehmen das Recht auf Gewerkschaftsfreiheit niemals ersetzen kann. Etwas später kritisierte auch die Koordinierung der lateinamerikanischen Bananengewerkschaften (COLSIBA) auf dem Delegiertentreffen in Guayaquil, Ecuador, dass Verhaltenskodices nur vermeintlich arbeiterfreundliche Geschäftspraktiken der Bananenkonzerne garantieren. Und tatsächlich mussten seitdem gerade in Ecuador ungezählte ArbeiterInnen die schmerzhafte Erfahrung machen, dass Unternehmen gewerkschaftliche Organisierung mit roher Gewalt und allen juristischen Tricks zu verhindern suchen. Diese Tatsache beschäftigt im April 2004 auch den UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte in Genf.
Begleitend ruft die Bananen-Kampagne für den Sommer und Herbst 2004 zu solidarischen Aktionen zur Unterstützung der Bananengewerkschaften in Lateinamerika auf.
Was Sie tun können...
- Tragen Sie die Forderungen der ecuadorianischen BananengewerkschafterInnen von der UNO in Genf auf die lokalen Marktplätze in Deutschland!
- Unterstützen Sie das Frauenausbildungsprojekt mit der LandarbeiterInnengewerkschaft FENACLE in Ecuador!
- Sammeln Sie Geld für den Rechtshilfefonds, damit entlassene GewerkschafterInnen in Costa Rica zum Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof ziehen können!
- Machen Sie Werbung für unsere fair gehandelten Bio-Bananen, etwa in Rathäusern, Schulen und auf kirchlichen Landessynoden oder Diözesanversammlungen!
- Lassen Sie sich zu kreativen Aktivitäten rund um die Banane inspirieren, von leckeren Rezepten bis zu politischen Straßentheaterszenen!
Bei BanaFair kann ab sofort eine Handreichung (24 S., DIN A4) mit Hintergrundinformationen und Aktionsideen angefordert werden (2 € plus Porto).
Weitere Materialien sind in Vorbereitung.
Die Handreichung können Sie hier als pdf-Datei downloaden.
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